Dienstag, 24. Juni 2014

SOMMER


Sommer
ist die Zeit,
in der es zu heiß ist,
um das zu tun,
wozu es im
Winter zu kalt war.

Mark Twain
(1835 - 1910)
 

Mittwoch, 11. Juni 2014

Sommergewitter



Es gibt in jeglichem Leben harte Schläge, 
wie es in jeglichem Sommer Gewitter gibt 
 und je schöner der Sommer ist, 
um so mächtiger donnern 
die einzelnen Gewitter über die Erde.


Johann Wolfgang von Goethe, 1749 - 1832

Freitag, 1. November 2013

Architektur


Harmonie und Einklang aller Teile, 
 die so erreicht wird, 
 dass nichts weggenommen, 
zugefügt oder verändert werden könnte, 
ohne das Ganze zu zerstören.

Leon Battista Alberti 
(1404-1472)

 

Montag, 22. Juli 2013

Segelboot

Wenn du ein Schiff bauen willst, 
 dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, 
Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupéry

 (1900-1944)





Sonntag, 17. Februar 2013

Wartung


Es schadet bei manchen Untersuchungen nicht,
sie erst bei einem Räuschchen durchzudenken und dabei aufzuschreiben.

Georg Christoph Lichtenberg
(1742-1799)

  

Samstag, 16. Februar 2013

Technik


„Das dringendste Problem der Technologie von heute 
ist nicht mehr die Befriedigung von Grundbedürfnissen und uralten Wünschen der Menschen, 
sondern die Beseitigung von Übeln und Schäden, 
welche uns die Technologie von gestern hinterlassen hat.“
 
Dennis Gabor (1900-79)
ungar.-brit. Physiker, Entwickler der Holographie 




Mittwoch, 21. November 2012

Sonnenstrahlen

Geh in die Sonne

Nehmen's die Krämer und Mäkler dir krumm –
Geh in die Sonne, scher dich nicht drum!

Sonne mit goldig erwärmendem Licht
Gibt dir vom Leben und marktet nicht.

Gütig und milde voll herrlicher Macht,
Schüttet sie über dich Schimmer und Pracht.

Würdest du Krösus und Kaiser zumal,
Küßte dich mütterlich segnend ihr Strahl!

Die dich mit lachenden Lippen berührt,
Hat sie dein liebendes Leben verspürt?

Über die Maßen beglückt ihre Huld,
Jeglichem Schenkenden schenkt sie die Schuld.

Pfiffige Schächer, mit Großmut verbrämt,
Geht aus der Sonne, wenn ihr euch schämt!

Karl Henckell (1864 - 1929)


Mauer

Der Blinde an der Mauer

Ohne Hoffnung, ohne Trauer
Hält er seinen Kopf gesenkt.
Müde hockt er auf der Mauer.
Müde sitzt er da und denkt:

Wunder werden nicht geschehen.
Alles bleibt so, wie es war.
Wer nichts sieht, wird nicht gesehen.
Wer nichts sieht, ist unsichtbar.

Schritte kommen, Schritte gehen.
Was das wohl für Menschen sind?
Warum bleibt denn niemand stehen?
Ich bin blind, und ihr seit blind.

Euer Herz schickt keine Grüße
aus der Seele ins Gesicht.
Hörte ich nicht eure Füße,
dächte ich, es gibt euch nicht.

Tretet näher! Laßt euch nieder,
bis ihr ahnt was Blindheit ist.
Senkt den Kopf, und senkt die Lieder,
bis ihr, was euch fremd war, wisst.

Und nun geht! Ihr habt ja Eile!
Tut, als wäre nichts geschehen.
Aber merkt euch diese Zeile:
"Wer nichts sieht, wird nicht gesehen."

Erich Kästner  (1899-1974)


Dienstag, 20. November 2012

Pflasterstein

Ein Pflasterstein, der war einmal
Und wurde viel beschritten.
Er schrie: "Ich bin ein Mineral
Und muss mir ein für allemal
Dergleichen streng verbitten!"

Jedoch den Menschen fiel's nicht ein,
Mit ihm sich zu befassen,
Denn Pflasterstein bleibt Pflasterstein
Und muss sich treten lassen.

Joachim Ringelnatz  (1883-1934)


Montag, 19. November 2012

Spaziergang

O du wunderschöner Herbst,
Wie du die Blätter golden färbst,
Deiner reinen Luft so klar und still,
Noch einmal ich mich freuen will.
Ich geh den Wald, den Weiher entlang;
Es schweigt das Leben, es schweigt Gesang,
Ich hemme den Schritt, ich hemme den Lauf
Erinnerungen ziehen herauf.
Erinnerungen sehen mich an,
Haben es wohl auch sonst getan.
Nur eins hält nicht mehr damit Schritt.
Lachende Zukunft geht nicht mehr mit.
Vergangenheit hält mich in ihrem Bann,
Vergangenheit hat mir’s angetan;
Den Blick in den Herbst, den hab ich frei,
Den Blick in den Herbst. Aber der Mai?

Theodor Fontane 1819 - 1898


 

Montag, 23. April 2012

Ketten

Ein einziges Glied, das in einer großen Kette bricht, vernichtet das Ganze

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832)



 

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Durchblick

Das Leben ist bezaubernd, 
man muss es nur durch die richtige Brille sehen.

Alexandre Dumas der Jüngere, (1824 - 1895)


Freitag, 26. August 2011

Adebar

Schützt die Vögel! Die Taube bringt uns den Frieden und der Storch Steuerermäßigung.

Bob Hope (1903 - 2003)


Lizard

Manche Menschen haben eines von den Reptilien gelernt: Das Häuten.


Monkey

Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799)

Viper

Das Gute reist mit der Geschwindigkeit einer Schlange. 
Das Böse hat Flügel.

Mahatma Gandhi (1869-1948)



Green Gecko

"Wenn Größe das entscheidende Kriterium wäre, 
müssten die Dinosaurier noch leben."

Wendelin Wiedeking (*1952)


Sonntag, 14. August 2011

Der Löwe

Sobald eine Frau aus einem Mann einen Esel gemacht hat, 
redet sie ihm ein, er sei ein Löwe.
  
Honoré de Balzac (1799 - 1850)


Boldewyn

Ich bewundere unter den Tieren den Esel. 
Ein Esel kämpft um sein Wohlergehen, bis er erkennt, dass er chancenlos ist. 
Dann wird er vollkommen ruhig, bleibt stehen und tut nichts mehr. 

(Loriot) 


Das Meer

„Das Meer ist doch eine große Verschönerung aller Landschaften, 
und in so origineller Form wie es sich vor Rügen zeigt, 
wüsste ich es nirgend anderswo gesehen zu haben."

Karl Friedrich Schinkel (1781-1841)


Freitag, 17. Juni 2011

Das Schiff

Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen
Wie Sturmwind geflogen.

Voll Jubel ertönt's vom Mast und vom Kiele:
Wir nahen dem Ziele."

Der Fährmann am Steuer spricht traurig und leise:
"Wir segeln im Kreise."
  
Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916)



Mittwoch, 15. Juni 2011

Leuchtturm

Erziehe zum Adel deinen Sinn, 
daß du, 
für Schmach selbst unverwundbar und im Kriege ragst ein heller Leuchtturm, 
der in Stürmen rettet den, 
der dich anblickt.

William Shakespeare (1564 - 1616)



Mohnblumen

Mit roten Feldmohnblumen
Hatt’ ich dein Haar geschmückt,
Die roten Blumenblätter
Die sind nun alle zerdrückt.

Du bist zu mir gekommen
Beim Abendsonnenschein,
Und als die Nacht hereinbrach,
Da ließest du mich allein.

Ich höre die Stille rauschen
Und sehe die Dunkelheit sprühn,
Vor meinen träumenden Augen
Purpurne Mohnblumen blühn.

Hermann Löns (1866–1914)

 


Dienstag, 14. Juni 2011

Heimat

Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat,
aus der wir stammen,
und die Heimat, nach der wir wandern.   


Jung-Stilling (1740 - 1817)


Mittwoch, 8. Juni 2011

Gottes Licht

Alles Göttliche auf Erden
ist ein Lichtgedanke nur.
  
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)



Regentropfen

Verachte die klein scheinende Kraft nicht
der Regentropfen, der von der Rinne fällt
durchlöchert den Felsen.
  
Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827)


Frühlingszeit II.

Was der Frühling nicht sät, kann der Sommer nicht reifen, 
der Herbst nicht ernten, der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder (1744-1803)

Montag, 30. Mai 2011

Gedanken

Die kleinste Bewegung ist für die ganze Natur von Bedeutung; 
das ganze Meer verändert sich, wenn ein Stein hineingeworfen wird.

Blaise Pascal (1623-1662)



Montag, 23. Mai 2011

Reißender Bach

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick
Im Tale grünet Hoffnungsglück.

(Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832)


Freitag, 20. Mai 2011

Möwenlied

Die Möwen sehen alle aus, als ob sie Emma hießen.
Christian Morgenstern (1871-1914)